Bausachverständiger 2017-05-19T19:48:41+00:00

Bausachverständiger

Ronald Hutterer

  • öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Putz und Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)

  • Sachverständiger für Schäden an Gebäuden (IfS / AIBau)

  • Zertifizierter Thermograf ISO 18436 Level 1

  • Dipl. Ing. FH Baukonstruktion

Als Sprecher der Region Oberbayern des Bundesverbands öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e.V. – betreut Ronald Hutterer die Sachverständigen der Region, leitet Fachveranstaltungen und begleitet Anwärter. Im Rahmen seiner Ausschusstätigkeiten ist Ronald Hutterer Mitglied der Arbeitsgruppen „WTA Wandflächenheizungssysteme auf Innendämmungen“, “ WTA Bauthermografie im Bestand“ und „VATH Richtlinie Bauthermografie“.

Leistungen

  • Schadensanalysen bei Baumängel/-schäden, Putz- und WDVS-Schäden, Feuchtigkeitsschäden, Schimmelpilz und Wärmebrücken

  • Erstellung von Gutachten für Gerichte, Wohnungsbaugesellschaften, Versicherungsgesellschaften und private Kunden

  • GTÜ-zertifizierte Gutachten für Fassaden

  • Monitoring von Schadensentwicklungen

  • Differenzdruckmessverfahren Blower Door Test™ in Kombination mit Thermografie. Auch Messungen großvolumiger Gebäude.

  • Zerstörfreie Untersuchungen mittels Thermografie, Mikrowellenmessgerät,Wasseraufnahme (Regenschutz) von Fassaden, Messung Rauheit von Oberflächen, Druckfestigkeit von Putz, Neutronensonde (mit Beirat)

  • Zerstörende Untersuchungen mittels Haftzug, Bohrlochsonde (mit Beirat)

  • Detailentwicklungen

  • Ausschreibungen

Messtechniken

Hierbei handelt es sich um ein Differenzdruck-Messverfahren, womit die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen werden kann. Das Verfahren gibt Aufschluss über Leckagen in der Gebäudehülle und dient zur Bestimmung der Luftwechselrate. Durch die Druckdifferenzen wird eine konstante Windlast auf das zu messende Gebäude simuliert.

Thermografie nennt man das Verfahren, mittels einer Wärmebildkamera Bilder zu erzeugen. Mit Hilfe unserer Infrarotkamera können wir ergänzende zerstörfreie Untersuchungen an Ihrer Immobilie durchführen. Die Thermografie ist ein berührungsloses Messverfahren. Körper oder Objekte können zerstörfrei untersucht werden. Es können auch weiter entfernte Objekte oder Einheiten im laufenden Betrieb abgebildet werden. Durch Thermografie wird die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung (Infrarot) eines Objektes oder Körpers sichtbar gemacht. Die auf Flächen und Gegenständen im Infrarotbereich vorhandene Temperaturverteilung wird erfasst und mittels einer Wärmebildkamera aufgenommen und in ein Bild umgewandelt. In der Bauthermografie wird das beschriebene Verfahren zur Prüfung von Wärmebrücken an Häusern, zur Gebäudediagnostik, als Grundlage für Energiebedarfsausweise, zur Kontrolle von Flachdächern, zur Strukturanalyse des Mauerwerks, zur Prüfung von Feuchtigkeitsbelastungen in Wänden, Decken und Dächern sowie zur Lokalisierung von Wasserschäden (z.B. Risse in Rohrleitungen) eingesetzt.


Durch verschiedene Messköpfe (Messtechnik HF Sensor-Moist 350 B mit Messköpfen für die Messtiefen oberflächennah ca. 40 mm sowie bis ca. 110 mm und bis ca. 300 mm Tiefe) wird Mikrowellenstrahlung in den Baustoff gesendet. Durch vorhandene Wassermoleküle wird die Strahlung reflektiert, gemessen und als Messwert dargestellt. Zusätzlich kann mit einem speziellem Messkopf Moist S bis 800 mm Eindringtiefe gemessen werden – jedoch ohne Verprobung mit den weiteren, anwendbaren und zerstörfreien Messverfahren.

Zur Überprüfung des normativ geforderten Witterungsschutzes (Schlagregenschutz, Wasserabweisung) bzw. an Bestandsgebäuden, die zur Modernisierung eine Innendämmung erhalten sollen, ist die sog. Wasserabweisung der Fassade genau zur untersuchen. Dieses konnte man durch zerstörende Bauteilöffnungen in Verbindung mit Laboruntersuchungen oder vor Ort mit kleinflächig prüfenden Messgeräten untersuchen. Mit dem Wasseraufnahme-Messgerät HF Sensor WAM 100 B ist es möglich, den Schlagregenschutz einer Fassade vor Ort zerstörfrei, großflächig und repräsentativ zu erfassen.

Die Rauheit ist ein Begriff aus der Oberflächenphysik. Dieser beschreibt die Unebenheit der Oberflächenhöhe von Böden. Im Bauwesen wird im Allgemeinen eine Gestaltsabweichung dritter bis fünfter Ordnung bei technischen Oberflächen nach DIN 4760 bezeichnet. Die Messung erfolgt mit Prüfsand. Das Ausbreitmaß und in Folge die Rauheit wird mit einem darauf abgestimmten Lineal bestimmt. (Quelle: Wikipedia)


Mit einer definierten Schlagenergie (Pendelsystem) wird die Druckfestigkeit von Materialoberflächen (Beton, Putz, Gipskarton, Mörtelfugen in Ziegelmauerwerk) vor Ort geprüft und nach statistischen Gesichtspunkten in Anlehnung an EN 12504-2 ausgewertet.

Mit der Neutronensonde wird eine ionisierende Strahlung ausgestrahlt (Quelle Americium/Beryllium), welche durch vorhandene Wasserstoffatome in der Bausubstanz abgebremst wird. Diese abgebremste Strahlung wird detektiert und lässt durch Auszählen (Digits) Rückschluss auf die Feuchte im Mauerwerk und Flächdächern zu. Um Masseprozent zu erhalten müssen an diesen Stellen Darrtrocknungsproben genommen werden. Die Eindringtiefe ist abhängig vom Material und von der Feuchtigkeit. Es wird Feuchtigkeit bis maximal 27 cm Tiefe detektiert wobei der angezeigte Messwert einen Summenwert über die Tiefe darstellt. Die Empfindlichkeit der Sonde nimmt mit der Messtiefe ab, so dass Feuchtigkeit in tieferen Mauerwerkschichten nicht linear zu den der oberflächennahen Schichten erkannt werden.


Haftzugsprüfungen werden benötigt, um die Haftung zwischen einem Reparatur- und Trägermaterial bzw. die Haftung einzelner Baumaterialien untereinander (z.B. Putz auf Mauerwerk) zu prüfen. Die Haftungsprüfung zählt zu den am weitesten verbreiteten Prüfmethoden. Nach dem Verkleben eines Prüfstemepls wird mit einem vollautomatischen Haftungsgerät eine elektonisch gesteuerte, regulierte Kraft auf diesen bis zum Abriß eingeleitet. Dieser Vorgang bis zur Speicherung des kompletten Datensatzes läuft vollautomatisch.

Mit einer Profilsonde mit 6 Messstellen (12 Sensoren), welche jeweils in ca. 4,5 cm Abstand zueinander liegen, wird eine Feuchtemessung (Ausgleichsfeuchtigkeit) innerhalb eines Bohrlochs in verschiedenen Tiefen durchgeführt. Mit der Profilsonde kann an den 6 Sensoren jeweils die Temperatur und gleichzeitig die relative Luftfeuchte gemessen werden. Die Sonde wird nach Kalibration in einem externen, in sich abgeschlossenen Kunststoffrohr in ein Bohrloch mit 14 mm Durchmesser eingeführt, welches zuvor gebohrt wurde. Da der letzte Sensor (Sensor 6) zur Ermittlung des Raumklimas da ist, kann mit der Sonde bis in eine Wandtiefe von ca. 25 cm gemessen werden. Es wird ein Bohrloch je Messbereich (12 Bereiche im Gebäude) gebohrt. Das Bohrloch wird am Messbereich an der Stelle mit der höchsten Feuchte im Wandbereich gebohrt.